Jahresbericht 2009 / 2010

Der Bericht zum Jahr 2010 kann direkt bei Urs Dettwiler verlangt werden.

Urs Dettwiler, Präsident der Gesellschaft zum Feld, berichtet über das Jahr 2009.

Geschätzte Mitglieder

Mit diesem Jahresbericht, es ist der 25. in der Geschichte der Gesellschaft zum Feld, berichte ich über die Aktivitäten im verflossenen Jahr. Seit 25 Jahren, seit Bestehen unserer Gesellschaft, verfolgen wir unsere Ziele, so wie sie bei der Gründung beschrieben wurden. Wir beschaffen Mittel zur Erhaltung und Erweiterung der Gebäulichkeiten und Ausstellungsgegenstände, wir veranstalten Vorträge, besuchen andere Museen und wollen unser Dorfmuseum zur historischen und volkskundlichen Begegnungsstätte machen. Viele fleissige Hände haben in der vergangenen Zeit wertvolle Arbeit geleistet. Ich denke gerne an die Aktion „Wällemache“, meinen ersten Arbeitseinsatz im Feld, zurück. Mit vereinten Kräften stellten wir, aus zuvor im Gempis gesammeltem Holz, Wellen für unseren Backofen her. Max Weber aus Titterten zeigte uns auch die Machart mit Weidenzweige anstelle von Draht. So bleibt altes Handwerk erhalten und mit dem Resultat gibt es erst noch eine warme Stube und herrlich duftendes, knuspriges Holzofenbrot. Wie dieses Beispiel gibt es unzählige Anlässe und Ereignisse, die in den letzten 25 Jahren veranstaltet und erlebt wurden. Gerne kommen wir an der Generalversammlung auf einige Begebenheiten zurück und sicher gibt es noch die eine oder andere Geschichte zu erzählen. Wenn ich jedoch an unser Haus im Feld mit Jahrgang 1765, oder an das Alter unserer gesammelten Waren denke, so sind doch die 25 Jahre eine eher bescheidene Zeitspanne. Freuen wir uns also auf die kommenden Jahre, die Ziele bleiben die gleichen.

Öffnungszeiten 2009

Das Museum wurde im Jahre 2009 wie folgt besucht: Insgesamt waren 764 (814) Personen zu Gast im Feld. 211 (238) Besucher konnten wir an den offenen Sonntagen im „Feld“ begrüssen. An Führungen nahmen 170 (229) Personen teil. An Sitzungen und Spezialanlässen wie Sauerkraut einmachen, Arbeitstage, Ruinenfest-Ausstellung, Schulverlegungen fanden 383 (347) Besucher den Weg in unser Museum.

Samstag, 6. Juni, Oberbaselbieter Fachtischrunde

Die Fachtischrunde ist ein Zusammenschluss der Museen im oberen Baselbiet. Die Runde trifft sich zwei Mal pro Jahr, alternierend in einen der angeschlossenen Museen. Dieses Mal war die Reihe an uns, Gemeinsam mit der Stiftung organisierten wir den Anlass. Hauptthema war das Projekt der Entwicklung eines elektronischen Systems zur Erfassung, Vernetzung und Pflege der vorhandenen Objekte in Zusammenarbeit mit dem Museum BL.

Samstag, Sonntag 22. / 23. August, Rifenstein Ruinenfest

Anlässlich des Ruinenfestes, das auf dem Gelände am Fusse der Ruine Rjfenstein stattfand, öffneten wir unser Museum mit einer Sonderschau unserer gesammelten Exponate von der Ruine. Über 250 Besucher nutzten die Gelegenheit und statteten unserem Museum, auf dem Weg zum oder vom Fest, einen Besuch ab.

Sonntag, 6. September, Aktionstag

An diesjährigen Aktionstag beschränkten wir unsere Aktivitäten auf das traditionelle Brotbacken, der Webstuhl ratterte, und Herrmann Zehntner brachte leben in die Wagnerwerkstatt. Gleichzeitig fand in Ziefen die erste gemeinsame Gewerbeschau des Feufliebertales statt. Eine vereinte Präsentation der Museen von unserem Tal konnte diesmal noch nicht realisiert werden. Wir sind zuversichtlich und auch interessiert, dass uns dies bei der nächsten Ausgabe gelingen wird.

Samstag, 12. September, Besuch aus Belgien

An diesem Samstag durften wir spezielle Gäste aus Belgien empfangen. Begleitet von Peter Roth besuchten uns Jonny Straumann mit seiner Gattin und dem Sohn seines Bruders Erich. Speziell interessierte sie natürlich die, bei uns eingerichtete Wagnerwerkstatt ihres Vaters, der im Rüschel dieses Geschäft bis ca. 1960 betrieb. Sie brachten uns eine Vorrichtung zum Zusammenschweissen von Bandsägeblätter mit, die so über den Weg Belgien wieder nach Reigoldswil zurück gefunden hat.

Mittwoch, 14. Oktober, „Krauten im Feld“

Ein fester Bestandteil des Jahresprogramms ist das gemeinsame Einmachen von Sauerkraut. Emsiges Treiben herrscht in der Küche bis die aller „Chabis“, schön geraffelt, gut gewürzt im Steingutgefäss eingestampft ist. In der Stube findet dann der Abschluss des Tages mit einem Umtrunk statt.

Sonntag, 1. November, Vernissage der Ausstellung „Feuer, Licht und Rauch“

Die neue Ausstellung ist dem Thema Feuer, Licht und Rauch gewidmet. Die Zeit vom Feuerschlagen bis zum Beginn der Elektrifikation ist mit Gerätschaften und Beispielen übersichtlich dargestellt und gut lesbar. Mein Lieblingsobjekt ist ein Nachtlicht aus weissen Porzellan, das beim anzünden eines Öllämpchens an der Rückseite ein Bild preisgibt. Auch diesmal ist es Remy Suter gelungen eine faszinierende Ausstellung zu präsentieren. Herzlich Dank.

Sonntag, 6. Dezember, Dank an Hütter und WeberInnen

Am letzten offenen Sonntag treffen sich die Weberinnen und Weber um Rückschau zu halten und die Einsätze im kommenden Jahr zu planen. Gemeinsam besuchten wir im Frühjahr das Dorfmuseum in Ziefen, Hansruedi Wahl führte uns durch die Ausstellung und zeigte auch „seinen“ Webstuhl in Betrieb. Im neuen Jahr beschäftigen wir uns mit der Beschaffung einer neuen Rechnung, (Ware zum Weben), und wollen den Webstuhl wieder auf Vordermann bringen.

Sonntag, 20. Dezember, Öffnung des Adventsfensters

Auch dieses Jahr beteiligten wir uns am begehbaren Adventskalender. Remy Suter stellte, im Zusammenhang mit unserer Jahresausstellung, diverse Rauchermänner aus seiner Sammlung, im grossen Fenster in der Stube im Feld aus. Die Eröffnung wurde von einem veritablen Schneesturm begleitet, der wohl einige Gäste vom Besuch abhielt. Dafür war es in der warmen Stube umso gemütlicher.

Dank und Ausblick 2010

Zusammen mit treuen Helferinnen und Helfer ist es ein weiteres Mal gelungen ein abwechslungsreiches, interessantes Jahr zu gestalten. Die Zusammenarbeit mit der Stiftung ist auf gutem Wege. An dieser Stelle möchte ich Urs Stoffel herzlich danken, sein Engagement hilft sehr bei unserer Arbeit. Karoline Sutter, Delegierte des Gemeinderates im Stiftungsrat, ist durch die Aufgabe ihres Amtes auch aus dem Stiftungsrat ausgetreten. Sie hat viel zur Klärung der Aufgaben Stiftung/Gesellschaft beigetragen. Dafür, begleitet mit den besten Wünschen für die Zukunft, bedanke ich mich sehr. Meiner Vorstandskollegin und den Vorstandskollegen, allen fleissigen Helferinnen und Helfern, Mitgliedern und Gönnern danke ich herzlich fürs Mitgestalten unseres Museumsalltags. Möge das neue Jahr viele interessante Begegnungen bereithalten.

Im März 2010, für die Gesellschaft zum Feld.