Jahresbericht des Präsidenten über das Jahr 2012

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Gesellschaft zum Feld

Geschätzte Mitglieder

Wiederum stehen wir an der Schwelle eines neuen Jahres, Zeit Rückblick zu halten, ein paar Fragen zu stellen und voll Energie und Zuversicht eintauchen ins neue Jahr.
Das Jahr 2012 aus der Perspektive der Gesellschaft verlief ruhig, die geplanten Aktivitäten konnten durchgeführt werden. Das Interesse an unseren Veranstaltungen war gut. Speziell an den Sonntags-Öffnungszeiten ist eine grosse Teilnahme zu verzeichnen, wenn spezielle Aktivitäten angeboten werden, eher gering dagegen der Besuch der „normalen“ Sonntagen.

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Das Jubiläum „100 Jahr Sekundarschule Reigoldswil“ an dem auch das Museum mit einbezogen wurde ist gefeiert worden und noch stehen ein paar Anlässe an.

Der Rücktritt des langjährigen Stiftungsrat-Präsidenten Urs Stoffel auf Mitte 2012 hat die Gesellschaft überrascht. Ich danke Urs für seine Arbeit in der Stiftung und zum Wohle unseres Museums herzlich. Nicht immer war die Zusammenarbeit Gesellschaft / Stiftung ganz einfach. Gemeinsam haben wir aber einen Weg gefunden um Synergien zu nutzen und die Energie zum erreichen unseres gemeinsamen Zieles einzusetzen. Ein Beispiel ist die Aufteilung der Arbeiten. So ist die Stiftung, als Besitzerin, klar für die Liegenschaft und den Umschwung verantwortlich, die Gesellschaft für die Aktivitäten im Museum und das gesammelte Ausstellungsgut. Urs Stoffel bleibt aktiv in unserem Museum, er hilft mit bei der Arbeitsgruppe KIM. So freut es mich, weiter mit Urs zusammenarbeiten zu können und wünsche Ihm bei seiner neuen Beruflichen Tätigkeit alles Gute.

Die Arbeitsgruppe KIM und seine Tätigkeit wird von Remy Suter wie folgt beschrieben.

Der Verein KIM.bl (Kooperationsinitiative Museen Basel-Landschaft) ist zusammen mit dem Museum.BL federführend in der Entwicklung eines gemeinsamen Baselbieter Kulturgüterportals. Als Pilot-Museum des Hinteren Baselbiets sind wir zusammen mit dem Kantonsmuseum und weiteren Ortsmuseen am Aufbau mitbeteiligt. In KIM.bl sollen sich in wenigen Jahren alle regionalen Museen mit ihren Sammlungen präsentieren können. Forschern und Ausstellungsmachern ist dann der Zugang zu Objekten mit den dazu gehörigen Informationen geöffnet und der Informationsaustausch unter den Museen wird vereinfacht. Ziel ist es, dass die in Depots schlummernden Schätze über Internet öffentlich zugänglich gemacht werden und Wissen dann im Prinzip weltweit ausgetauscht und bewahrt werden kann. Gleichzeitig können wir uns über KIM.bl gemeinsam und nicht (mehr) als Konkurrenten viel besser vermarkten.
Im Feld sind Urs Stoffel, Alex Watzdorf, Fritz Schaffner, Urs Dettwiler und Rémy Suter daran, sich in die Materie der digitalen Museumswelt einzuarbeiten. Nach der Freischaltung unserer Sammlung im Netz werden wir Ihnen dann sicher die nötigen Informationen zur Benützung liefern.

Hier nun der Rückblick auf einzelne Aktivitäten

Besucher im Museum 2012
Unser Museum wurde im Jahre 2012 wie folgt besucht:
Im Gesamten haben sich 707 Personen im Gästebuch eingetragen. 195 Besucher konnten wir an den offenen Sonntagen im „Feld“ begrüssen. An Führungen nahmen 200 Personen teil. An Sitzungen, Spezialanlässen wie Sauerkraut einmachen, Arbeitstage etc. fanden über 300 Besucher den Weg in unser Museum, hier sind auch die Besucher der Jubiläumsveranstaltung „100 Jahre Sek.“ mit dem Musik-Event erfasst.

Samstag, 9. April, Exkursion Weberinnen
Besuch der WeberInnen und HütterInnen im Kantonsmuseum Baselland in Liestal.
Gemeinsam haben wir einen Streifzug durch das neugestaltete Museum gemacht und uns die Abteilung „Bandweberei“ näher angeschaut. Leider liefen nicht alle Maschinen wunschgemäss. Doch mit der gesamten Erfahrung unseres Teams brachten wir, zum erstaunen der Mitarbeiter des Museums, die Maschinen zum laufen. Was uns natürlich mit stolz erfüllte. Wir konnten so einen interessanten Morgen verbringen.

Sonntag, 2. September, Aktionstag.
Traditionell laden wir am ersten Öffnungstag nach den Schulferien zu einem Aktionstag ein. Rund uns Haus sind diverse Aktionen angesagt. Toll wie sich immer wieder Personen finden die leben ins Feld bringen. Einen herzlichen Dank allen. Herrmann Zehntner der die Wagnerwerkstatt betreibt, Christian Weber der sein „Micro“ montiert und Uhren flickt, allen weiteren Helfern beim Brotbacken und dieses Jahr beim Waschen mit dem alten Badofen ein ebensolcher Dank.

Mittwoch, 17. Oktober, „Krauten im Feld“
Auch dieses Jahr nahmen etliche Mitglieder die Gelegenheit wahr um gemeinsam Kabis für den kommenden Winter einzumachen. Wie immer herrschte emsiges Treiben in der Küche, zuschneiden, hobeln, salzen, einstampfen und natürlich immer wieder probieren. Dabei die Ratschläge von Elsbeth und Max Balmer befolgen, das ganze in der Stube besprechen….Ein richtig traditioneller Anlass der seinen festen Platz im Jahresprogramm hat.

Samstag, 17. November, Ausflug ins Uhrenmuseum in La Chaux-de-Fonds
Einen ganzen Car voll Mitglieder durften wir an diesem Samstag zu unserem Ausflug begrüssen. Mitten durch den Jura gelangten wir zur der Uhrenstadt. Eine interessante Führung weihte uns in die Geschichte der Entstehung der Zeitmessung ein. Beeindruckend wunderschöne Objekte aus längst vergangener Zeit konnten wir bestaunen. Die anschliessende Heimfahrt durch den französischen Jura mit Zwischenhalt in Restaurant „La Petite Gilberte“ in Courgenay rundete diesen Ausflug ab. Ein herzliches Dankeschön an die Organisatoren Peter Graber und Kurt Tanner.

Sonntag, 6. Nov. Vernissage der Ausstellung „Schulgeschichte(n) aus Reigoldswil“
Auch dieses Jahr durften wir eine von Remy Suter mit viel liebe zum Detail gestaltete Jahresausstellung eröffnen. Anhand von Bildmaterial und Exponaten aus unserer Sammlung ist die Geschichte der Schule von Reigoldswil anschaulich dargestellt. Eindrücklich die Aufzeichnungen die zeigen, dass im Schuljahr 1839/40 in Reigolswil 148 Alltagsschüler in der einten und 71 Repetierschüler in der anderen Schulklasse von zwei Lehrperson unterrichtet und „gehütet“ worden sind.

Sonntag, 2. Dezember, Dank an Hüter- und WeberInnen
Auch einen festen Platz in unserem Jahresprogramm hat die Zusammenkunft der Weber- und HüterInnen. Hier geht es um Austausch von Erfahrungen, Verbesserungen vorzuschlagen und auch das kommende Jahr zu planen.

Zum Schluss und Dank
Ein Museum ohne Besucher ist nur ein Aufbewahrungsort von alten Sachen. Ihr liebe Mitglieder sind es die mit einem Besuch oder der Teilnahme an den Aktivitäten leben ins Haus bringen und auch unsere Arbeit damit wertschätzen. Herzliche Dank dafür.
Auch allen die unser Museum in irgend einer Form mittragen einen herzlicher Dank.
Ich freue mich auf ein wiedersehen im Feld.

Im März 2013, für die Gesellschaft zum Feld. Urs Dettwiler, Präsident.