Hüslischnägge, Schnäggeposcht und Schnäggechnöpfli

Unser Ausstellungsmacher Rémy Suter hat sich für diese Ausstellung ins Reich der Schnecken begeben. Konzipiert und realisiert hat die Ausstellung der Reigoldswiler Hans-Peter Feldner, der mit dieser Ausstellung zeigt, dass er sich nicht nur bei Vögeln und Fledermäusen bestens auskennt, sondern eben auch bei Schnecken.

 

Die Jahresausstellung „Hüslischnägge, Schnäggeposcht und Schnäggechnöpfli“ zeigt die einheimische Schneckenpopulation und erweitert den Horizont auch auf Schneckenhäuser von ausserhalb, die meist farbiger und auffälliger sind. Bei den einheimischen Schnecken werden die Populationen nach Standorten vorgestellt, wie diese zwei Standorte und die dort gefundenen Häuschen zeigen.

 

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Schneckenhäuschen fallen bei einem Spaziergang in der Natur immer wieder auf und faszinieren uns durch ihre Form und ihr Aussehen. Offenbar drehen sich die meisten Häuschen auf die gleiche Seite, so Rémy Suter, aber es soll auch Ausnahmen von Häuschen geben, die sich auf die andere Seite drehen. Sollten Sie ein Schneckenhaus finden, dass auf die andere dreht, dann haben Sie einen „Schneckenkönig“ gefunden. In der Ausstellung fehlt so ein Schneckenkönig, vielleicht lässt sich bis zum Herbst einer finden, bevor sich die Schnecken wieder vor der Kälte des Winters verstecken. Hier zwei Häuschen in Nahaufnahme:

Schnecken wurden früher auch im Baselbiet als Delikatesse angesehen, dies zeigt ein Rezept aus der „Basler Kochschule“ von 1892. Heute rümpfen die meisten Leute die Nase darüber. Wer es trotzdem mal mit Schnecken versuchen will, weit muss man nicht gehen, Frankreich reicht schon.

Text und Fotos: Urs Stoffel