Stephan Bitterli hat seinen Zivildienst bereits letzten Sommer beendet. Seine Primarschul-Werkstätten sind nun als Ergebnis der Zivildienstzeit im Feld bereit zur weiteren Nutzung durch interessierte Primarlehrpersonen. Es handelt sich insgesamt um vier Werkstätten zu diesen Themen der Primarschule: „Weihnachten früher“, „Posamenterei“, „Reigoldswil“ und „Ostern“. Die Themen haben alle einen historischen und einen Feld Bezug. Die Werkstätten sind mit viel Liebe gestaltet und für die Primarschule äusserst attraktiv. Auch für die Sekundarstufe können sie Inputs geben.
Kontakt über Stephan Bitterli Reigoldswil
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Die vier Werkstätten zum Feld sind vielseitig und gelungen. Sie sind ab sofort zum freien Gebrauch für alle Primarschulen aus dem Schulkreis Reigoldswil und Umgebung bereit. Wer die Ordner probeweise anschauen möchte, mache doch einen Termin mit Stephan Bitterli ab. Hier ein Beispiel aus der Weihnachtswerkstatt:
Alle Blätter haben das Feld-Logo als gemeinsames Erkennungszeichen.
Arbeitsaufträge sind durch das Ausrufezeichen erkenntlich:
Die Weihnachtsgeschichten sind mit Weihnachtsbildern begleitet, wie zum Beispiel diesem:
Diese Geschichten sind einerseits Weihnachtsgeschichten, andererseits zeigen sie den Schülerinenn und Schülern die sprachlichen Unterschiede ihres Dialekts zum Stadtbaseldeutschen.
Dr Wienachtsmäärt:
Wenn i ame Morge Aends Novämber mid em Drämmli an dr Barfiesserkirche verbyyfaar und e Hampfle starggi Männer ufem wyte Blatz dervoor Brätter und Beggli und Holzwändli ab eme mächtige Laschtwaage ablaade und raaiewyys uff d Bsetzlistai hyffele……. Wenn zwai oder drei Daag speeter us däne Wändli und Beggli und Brätter uf aimool Buude woorde sinn, wie me si vo dr Herbschtmäss häär kennt……. Wenn’s vo demoorge am Zääni bis zoobe am halber Siibeni als no Gliewyy und no Grillwirtschli stinggt, i main: schmeggt……… Wenn noon em Yynachte dr mächtig Lämplistäärn iber em Buudedeerfli uufgoht……… …..drno wienächteleds z Basel. Und gwiis au äänen am Ryy, uff em Glaareblatz, wo vor dr Kiirche wääred em Advänt jo au e sone Wienachtsmäärt fyr die rächt Stimmig soorgt.
D Montere: Vo de Montere wird jo eenter s wyyblig Gschlächt aazooge. Miir fäält naimeduure dr Gspass am Läädele – am Shopping! S dunggt mi allewyyl, das syyg d Zyt verblämperet, wemmer e Frindyyn voller Bigaischterig verzellt, hit Syyg denn aber ir Gliggsdaag: jetz haig si doo innen im Augebligg en Oobeglaid fir 795 Frangge kaufft, wo si geschtert imen andere Glaiderlaade fir s dupfeglyych 800 Frangge hätt miesen aaneblettere – fir s dupfeglyych! Es syyg sich halt derwäärt, wemme d Bryys dieg verglyyche! Vom Glaiff, wo si ghaa het, und vom Gstiirm, wo si dermit d Verkaiffere halber duubedänzig gmacht het, doodervoo het si fryyli nyt gsait! Wemmer ebber e soonen Erfolgserläbnis verzellt, derno kunnt mer allewyyl sälli Nochberen in Sinn, wo bym Uusverkauff vo aim Laaden in andere ghetzt isch, fir go s luege, eb naime d Groospaggig Hyyslibapyyr fimf Santyym billiger syyg. Si het sich derno als fryyli vo de Strabatzen in ere Confiserie miesen erhoole, fir woorschyynlig meer als fimf Santyym!
Im Liecht vo den eleggtrische Lämpli: „Waas, simmer scho wiider im Advänt?“, frog i mi als verstuunt, wenn i die Freii Strooss durab gang und gsee, wie wiider z dausigewyys Gliebiirli in d Fassigen an de metallige Gstell gschrubt wäärde, wo derno wie Triumpfbeegen iber der Stroosschwääbe. Am Daag machen aim jo die wienächtlige Deggorazioone, wo die ainzelnen „Inträssegmainschafte“ dermit der Stadt e feschtlig Glaid aalegge, kai bsunderen Ydrugg, aber wenn s dimbered und alli die Lämpli brenne, derno isch das nit nyt! Vo der Muschtermäss bis ooben an die Freii Strooss, vom Määrt bis zooberscht am Spaalebäärg ooder an d Haiwoog fiire kaa men im Schyyn vo den eleggtrische Lämpli flaniere. Haschte wäär emänd s besser Woort. D Lyt hetzen umenander grad wie im Gidicht „das Lied von der Glocke“, wo dr Schiller e Stuurmwätter bischrybt und sait: „alles rennet, rettet, flüchtet“. S dunggt aim wäärli, d Lyt syyge mit ire Blaschtygggugge volle Gschängg uff dr Flucht!
Der Titel der Weihnachtswerkstatt bei Stephan Bitterli: Auf den Spuren unserer Vorfahren in der Advents- und Weihnachtszeit, Reigoldswil 2008 ©